Da momentan einfach nicht viel aufregendes passiert, abgesehen davon, dass ich nen Angebot bekommen habe diesen Monat wieder fuer Spartacus (diesmal die 2. Staffel) zu arbeiten, gibts hier mal wieder einen Denk-Eintrag. Ist ja immerhin besser als zwei Monate auf den naechsten Eintrag zu warten, hm hm?
Es ist wohl unbestreitbar, dass egal wie lange man sich in einem Zustand der Zufriedenheit befindet, irgendwann ist der Zustand mal vorbei. Ich denke meine perfekte Neuseelandzeit war wohl Beach Rd 102, als ich fuer Spartacus Staffel 1 gearbeitet habe und mit einem riesen Haufen toller Leute unter einem Dach gewohnt habe. Entgegen den Eindruecken mancher Leute daheim ist diese Zeit aber vorbei, ich habe keine 8 Leute mehr mit denen ich mir ne WG teile, ich hab nichtmal ne WG und auch schon ne Weile keinen Job mehr gehabt (wenn man von den gelegentlichen 1-Tages Jobs fuer TV-Zeugs absieht). Und ich schreibe diesen Eintrag im Internetcafe und nicht gemuetlich aufm Sofa mit dem Laptop. (Deshalb werden heute mal mit absicht die Umlaute nicht nachtraeglich eingefuegt)
Fuer jedes plus kommt irgendwann das minus, darum ist jetzt alles ein wenig anders. Wieder in nem Hostel und all die Freunde und Bekannte ueber Neuseeland versprenkelt oder wieder in die Heimat zurueckgekehrt. Kento hat mit Sojin schluss gemacht, Ben mit Miho (alle 4 waren mal meine Mitbewohner fuer diejenigen die mit den Namen nix anfangen koennen). Von daher hats auch die Alltagsgefaehrten ein wenig auseinander gezogen, vor allem da Kento ausserhalb Aucklands momentan einen 7-Tage Job schiebt und man von dem so gut wie nichts hoert.
Alles Scheisse? Oh no – this Shit is Golden!
Manchmal braucht man einen Gegenpol um gewisse Sachen schaetzen zu lernen. Und manchmal hilft einem die Unzufrieden dabei in eine neue Form der Zufriedenheit zu finden. Damit mein ich jetzt nicht sich mit all dem Schlechteren zufrieden zu geben. Ich meine damit die Dinge in die Hand zu nehmen und das was einem nicht passt zu verbessern. Und wer weiss – es waere nicht das erste mal das nach dem Regen die Sonne schoener scheint als davor
Von daher an all jene “vom Urlaub zurueck an die Arbeit”, “von ‘gluecklich vergeben’ zu ‘ungluecklich single’ “, “von der Heimat in die Studienstadt”, und all die anderen “frueher war alles Besser”-Menschen:
This Shit is Golden! Nen Weg zurueck in die Vergangenheit gibts ja doch nicht, die Loesung liegt immer in dem was man sich entscheidet zu tun. Fuer den einen kann das sein den Zustand der Vergangenheit wieder herzustellen. Fuer manche mag das ein guter Zug sein, der andere ist besser bedient sich mit neuem seine Luecken zu fuellen.
Fuer mich heisst das mich auf die Ankommende Arbeit fuer Spartacus zu freuen und dafuer zu sorgen, dass ich sobald Kento wieder in Auckland ist dafuer sorge mit dem unter ein Dach zu kommen (wo Ben hoffentlich auch seinen Kopf drunter stellen wird).
Fuer euch kann das heissen anstatt sich ueber die Langeweile in der neuen Studienstadt zu beschweren raus zu gehen und was draus zu machen, neue Leute kennenlernen, eine neue Heimat finden.
Ich hab keine Universalloesung, die muss jeder schon selbst finden. Nur weil gestern alles besser war als heute, heisst das lange nicht, dass es morgen nicht besser sein wird als gestern. Ohne das gelegentliche Abwaerts gaebe es auf lange sicht kein Aufwaerts, wer zufrieden ist der will im Normalfall nicht viel verbessern…
An dieser Stelle ein Dankwort, das wohl den ein oder anderen zum lachen bringen wird:
Danke an meine ehemalige Kunstlehrerin (ich denke es gibt genug die Sie kennen) dafuer, dass sie mal ueber mich sagte: “Er weiss nicht wirklich was er will, aber er weiss ganz genau was er nicht will.“
Ich denke das trifft auf mehr Menschen zu als nur auf mich, es ist immer ein wenig leichter zu wissen wann man unzufrieden ist, als zu wissen wann man zufrieden ist.
Deshalb: Seht unzufriedenheit als die Chance zu sehen was verbessert werden muss um zufrieden(er) zu sein. This Shit is Golden
Hey Junge

Eben mach dich auf und hau rein! Deine Zeit in Neuseeland geht ja langsam zur Neige also nutze die Zeit.
Jaja die Kunstlehrerin kenn ich zur genüge
Zu mir: Bin momentan ziemlich zufrieden
Grüße ans andere Ende der Welt
Kia Ora Kleiner!
Bist Du Dir auch ganz sicher, dass Deine Kunstlehrerin nicht unbekannterweise von MIR gesprochen hat?
Ansonsten sag ich’s einfach mal mit den Dire Straits – Why Worry:
…There will be sunshine after rain.
These things have always be the same.
So why worry now?…
Gruss aus New Plymouth
Dani
Huhu…
und da gabs auch wieder nen neuen Eintrag…:)
Du wirst noch zum Philosoph dadrüben mein lieber!
Aber ich finde mich in deinen Worten wieder. Du kennst ja meine Situation und hast mir gewünscht, dass aus “es ist ok”, ein “hey, es ist geil!” wird. Ich komme immer mehr in Richtung des zweiteren und ich denke auch, früher oder später wird die Sonne noch schöner scheinen als zuvor für mich!;)
Das wird sie auch wenn du im Juni wieder Heim kommst, freu mich schon wieder auf deine Rückker!:)
Und jetzt genieße deine letzten Monate… Es müssen doch noch weitere New Zealand-Geschichten erlebt werden, die du erzählen kannst!
Hab dich lieb,
dein Mäusepfötchen
Faszinierend. Dein Denkanstoß trifft gerade meine Situation. Ein bisschen unzufrieden mit mir (Faulheit. Das ist so ziemlich alles)und sich um die Zukunft sorgen. Aber wenn man in Betracht zieht, dass die momentane Situation nicht so schlimm ist, wie man denkt, sondern nur eine Phase… Tja, dann wird es erträglicher. Meine Freundin ist jetzt erstmal weg (Eltern besuchen, keine Trennung) und das Geld knapp (Februar konnte ich wenig arbeiten). Aber man muss einfach mal drüber nachdenken. Ich habe noch zwei Hausarbeiten zu schreiben. Also ich habe Zeit dafür (Freundin nicht da) und dafür brauch man kein Geld (das diesen Monat eh knapp ist). Also kann eine negative Situation für ein Problem die ideale Situation/Lösung sein. Sogesehen ist das Loch in das man fällt das Schlüsselloch für ein sich anbahnendes Problem. Ich sollte mich wirklich bemühen diesen Schlüssel nicht zu vermasseln.
Naja, egal. Mach das beste aus deiner restlichen Zeit. Und wenn es dir hilft: Ich beneide dich natürlich noch immer, dass du das Geld, den Mut und die Zeit hattest um die halbe Welt zu reisen und Hobbit-Land zu erleben. ;=)
ich hab nochmal über das gespräch heute nachgedacht…:) wenn du wieder da bist, bestellen wir einfach einen EISTELLER mit allen 25 sorten…dann müssten wir ja glücklich sein, biste dabei?
Passiert hier nochmal irgendwas auf dieser Internetseite oder wurde die nun komplett aufgegeben?
wann gehts surfen?